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Von Phytaminen und Vitaminen

Ihre Bezeichnungen klingen fast gleich, beide werden dem Körper über den Nahrungsweg zugeführt, beide sind sie wichtig für das menschliche Wohlbefinden, und doch übernehmen sie ganz verschiedene Aufgaben. Vitamine, so die wissenschaftliche Definition, sind biochemische Substanzen, welche für die Funktion des Stoffwechsels unabdingbar sind, die unser Körper mit wenigen Ausnahmen nicht synthetisieren kann. Eine ausgewogene Ernährung stellt sicher, dass dem Organismus alle Vitamine in ausreichender Menge zugeführt werden. Oder wie Hippokrates dies ausdrückte: „Eure Nahrung soll Eure Medizin sein.“

Als Phytamine bezeichnet man sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe. Sie werden vom pflanzlichen Stoffwechsel weder im Auf- und Abbau-, noch im Energiestoffwechsel benötigt. Das bedeutet, dass sie für den pflanzlichen Alltag nicht zwingend notwendig sind. Doch verschaffen sie der Pflanze einen wichtigen Vorteil, denn sie bieten ihr beispielsweise Schutz vor Fressfeinden, Krankheitserregern und Schädlingen, oder sie ziehen als Aroma- und Duftstoffe samenverbreitende Insekten und Früchtefresser an.

Auch im menschlichen Körper zeigen viele Phytamine Wirkung. Ob es eine schädliche und heilsame ist, hängt oft von der Dosis ab. Die Dosis entscheidet, ob ein Stoff Gift oder Heilmittel ist, wie Paracelsus dies bekanntlich vor 500 Jahren bereits festgestellte.

Ätherische Öle: Tausendsassas mit angenehmem Geruch

Eine grosse Anzahl von Pflanzen, Sträuchern und Bäumen produzieren in ihrem Sekundärstoffwechsel ätherische Öle. Diese bilden keine einheitliche chemische Stoffklasse, sondern sind definiert als rückstandslos verdampfende, d.h. fettfreie, Pflanzenextrakte. Durch ihre Verdampfbarkeit werden sie leicht mit der Nase wahrgenommen. Man empfindet ihren Geruch meist als erfrischend und rein. Das erklärt ihre Nutzung als Aromastoffe in Zahnpasten, Bonbons und Reinigungsmitteln. Seit jeher in allen Kulturen als Arzneimittel verwendet prominente Vertreter von Pflanzen mit ätherischen Ölen sind Minzen, Eukalyptus, Zitrusfrüchte, Teebaumarten, sowie die bekannten Tee- und Gewürzkräuter wie Melisse, Rosmarin, und viele andere mehr. Sie wurden bereits im Altertum von allen Kulturen als Naturmedizin ausgiebig genutzt. Es wird berichtet, dass mittelalterliche Händler solche Heilmittel als Kostbarkeiten aus Asien nach Europa einführten.

Phytotherapeutische Zubereitungen aus ätherischen Ölen kommen meist äusserlich zur Anwendung. Zudem werden sie als Tees oder Inhalations-Aerosole verabreicht. Ihre Wirkung ist vielseitig und beruht in den meisten Fällen darauf, dass sie Reize setzen und dadurch Heilungsprozesse auslösen. Im Weiteren gesellt sich eine stimmungsmodulierende Wirkung dazu, welche durch die Aromen ausgelöst wird.

Wolhuser Roll-Ol, ein praktischer Alleskönner

Idealerweise sollte ein Präparat aus ätherischen Ölen bei Bedarf sofort verfügbar sein, um Beschwerden wie aufkommendes Kopfweh oder Insektenstichen in ihrem Ansatz entgegenzutreten. Aus diesem Grund hat die Wolhuser Apotheke einen praktischen,taschengängigen Rollstift entwickelt, der in jede Handtasche, jeden Bade-Sack oder Wanderrucksack gehört.

Mit afrikanischer Heilpflanze gegen Bronchitis

Entzündungen der Atemwege kommen zwar im Winter häufiger vor, haben aber das ganze Jahr Saison. Sie werden durch Viren ausgelöst, welche die Schleimhäute der Atemwege befallen und die bekannten Irritationen auslösen. Oft siedeln sich in einer zweiten Phase auch Bakterien an, welche die Infektion in die tieferen Luftwege oder die Nasenhöhlen ausweiten können. Wenn dies eintritt, helfen nur noch Antibiotika. Wegen der damit verbundenen Gefahr von Resistenzbildungen ist es sinnvoll, die Erkältungen in der viralen Phase abzufangen und eine Heilung herbeizuführen, bevor die Bakterien in den geschwächten Körper einfallen. Dies ist aber nur mittels des körpereigenen Abwehrsystems möglich, da keine Medikamente existieren, welche Viren direkt angreifen. Pelargonium sidoides (Kapland-Pelargonie) gehört zur Gattung der Storchenschnabelgewächse. Sie wächst in der Kap Region Südafrikas und ist mit unseren Balkongeranien lose verwandt.

Phytotherapeutisch genutzt werden die unterirdischen Pflanzenteile, welche Derivate des Benzopyrons (Coumarins), sowie Gerbstoffe enthalten. Diese aktivieren das körpereigene Immunsystem, wodurch es zu einer erhöhten Produktion von Immunzellen kommt. Diese fangen die eindringenden Viren ab und machen sie unschädlich. Eine weitere Wirkung der Inhaltsstoffe von Pelargonium besteht darin, dass sie das Andocken der Viren an die gesunden Körperzellen erschweren. Als dritte Eigenschaft wirken sie schleimlösend, wodurch der Abtransport des Schleims erleichtert wird. Extrakte aus dem Wurzelmaterial von Pelargonium sidoides werden zur Herstellung der Wolhuser Phytobiotikum Tropfen verwendet. Das Medikament wird unmittelbar nach dem Auftreten der ersten Erkältungssymptome gemäss den Angaben auf dem Fläschchen eingenommen.

Präparate aus Pelargonium sidoides werden in der Regel gut vertragen. Allerdings sind sie kontraindiziert für Personen, welche blutverdünnende Medikamente einnehmen müssen. Coumarine hemmen die Blutgerinnung und können entsprechende Medikamente in unerwünschtem Mass verstärken.